Spielzeug oder Workstation?
Hatte ich mich bereits seit Ankündigung des Eee PC vor einem Jahr in die Idee und die Hardware verguckt, so habe ich mich nun endlich überwunden mir das aktuelle Modell, den Eee PC 901 anzuschaffen. Meiner Meinung nach ist das in Deutschland seit Mitte August verfügbare Netbook des Herstellers ASUS eines der vielfältigsten Notebooks das zur Zeit auf dem Markt erhältlich ist. Mit 8,9″ Bildschirmdiagonale und einem Gewicht von gerademal 1,1kg ist dieser Computer geradezu prädestiniert für jedes Handschuhfach und jede Frauenhandtasche. Selbstverständlich leidet unter diesen Dimensionen die Grafikauflösung sowie die Größe der Tastatur. Wer allerdings nicht alle zehn Finger darauf unterbringen will, gewöhnt sich nach kurzer Zeit schnell an das 2-Finger-Suchsystem. Und zur Bildschirmauflösung: Wir haben doch alle mal mit einer Auflösung von 800×600 gearbeitet, oder? Dagegen sind die 1024×600 des Eee PC schon Luxus.
Ausstattung, Laufzeit, Leistung
Für einen Kaufpreis von 379,-€ erhält man einen verhältnismäßig gut ausgestatteten PC. Das neue Modell hat erstmals einen Intel Atom Prozessor verbaut. Der Chip ist auf Netbooks ausgerichtet und schont den Akku bedeutend im Vergleich zum Vorgänger. So erreicht men mit dem Eee PC traumhafte Laufzeiten von 5-7 Stunden. Spart man noch etwas mehr, wechselt auf den Powersave-Modus, stellt WLan, Bluetooth sowie die integrierte Kamera ab und verdunkelt das Display, so stecken sogar 9 Stunden Laufzeit im 6600mAh starken Akku! Da kommt kaum ein anderes Notebook mit.
Selbstverständlich darf man von der Leistung keine Spielepower erwarten, doch selbst hier wurde ich positiv überrascht: Spiele wie GTA Vice City laufen selbst in höchster Auflösung nahezu flüssig, Half-Life und Counterstrike sind gar keine Problem. Ebenso X-Moto. Und was brauch ich schon mehr. Auch mein AutoCAD läuft problemlos, auch wenn das Zeichnen auf einem derart kleinen Bildschirm nun wirklich gewöhnungsbedürftig ist und viel Scroll-Arbeit erfordert.
Die 1,3 Megapixel-Kamera liefert relativ gute Bilder und mit dem vorinstallierten Skype ist man schnell für Videokonferenzen gerüstet. Die eingebauten Stereo-Lautsprecher versprechen ein “Dolby Sound Room”-Erlebnis. Tatsächlich sind die Lautsprecher für die Größe nicht zu verachten, eine Partybeschallung darf man allerdings nicht erwarten. Allerdings bieten die installierten Grafik-Treiber eine Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten, die bei der falschen Wahl auch schonmal das ganze System lahm legen können.
Ein optisches Laufwerk darf man bei der Größe nicht mehr erwarten. Das bringt eine Menge Einschränkungen in Bezug auf Software-Installation und vor allem das Betrachten von DVD’s. Mit einem externen Laufwerk kommt man über diese Grenzen hinweg. Mit einem kleinen Trick kommt man allerdings auch ohne optisches Laufwerk weiter: Mit Virtuellen Laufwerken lassen sich solche emulieren. MagicDisc ist solch ein Emulator und zudem noch kostenlos. Man kann damit ISO-Images laden und dem PC vorgaukeln, er hätte tatsächlich ein Laufwerk. Diese Images kann man beispielsweise auf einem anderen PC erstellen und auf einen USB-Stick transferieren.
Betriebssysteme
Der kleine schafft den Umgang mit nahezu allen erhältlichen Betriebssystemen. Ausgeliefert wird der 901 in Deutschland bislang mit Windows XP. Auch wenn die Leistung etwas begrenzt ist, so ist auch der Betrieb mit Windows Vista Ultimate möglich. http://www.youtube.com/watch?v=2Dr8pq3jLYc
Selbstverständlich laufen sämtliche Linux-Derivate verhältnismäßig zuverlässig auf dem Eee. Später soll ja auch eine 20GB-Variante mit Linux ausgeliefert werden. Das Highlight ist die Kompatibilität mit Apples Mac OS X. So haben es einige Hacker-Communities bereits geschafft Tiger und Leopard auf dem Eee PC 901 zum laufen zu bringen. http://www.youtube.com/watch?v=JGHDKpqZ86I
Modding
War ich mir vor dem Kauf noch nicht von diesen Eigenschaften bewusst, erweist der kleine sich im nachhinein immer mehr als sehr starke Kiste zum kleinen Preis. Auch die Internet-Gemeinde hat den kleinen schon ins Herz geschlossen und spendiert ihm zusätzliche Hardware.
Der eingebaute 8GB große Flash-Speicher lässt sich problemlos gegen handelsübliche 1,8″-Festplatten austauschen. Auch CF-Adapter lassen sich verbauen. So sind auch Kapazitäten bis 120GB keine Problem mehr und der kleine brauch sich definitiv nicht mehr verstecken. http://www.youtube.com/watch?v=sJdNQk5AfkE
Mein Lieblingsmodding ist aber das nachträglich hinzugefügte Touchdisplay. Mit etwas handwerklichen Fähigkeiten kann man dies selbstständig nachrüsten. Bei eBay sind die Module verhältnismäßig günstig erhältlich. So erhält man im handumdrehen Features, die sonst nur von teuren Notebooks zu erwarten sind. http://www.youtube.com/watch?v=lt5ppKn05jg
Auch neue Akkus sind bereits in Umlauf. Diese enthalten die doppelte Anzahl an Zellen, womit auch schnell die doppelte Laufzeit erreicht werden kann. Die Angabe von 12 Stunden erscheint dadurch äußerst realistisch.
Verfasst von bc547c 

Wie bereits angedroht erscheint nun das Re-Release der unglaublichen Harry S. Morgan Foto-Story. Die hab ich irgendwann mal im Jahre 2001 veröffentlicht, nachdem ich auf dubiose Weise auf den Trichter gekommen bin. Grundlage waren drei Videos zwischen denen plötzlich eine Beziehungen eindeutig geworden sind. Auch wenn der künstlerische Aspekt nicht allzu groß ist, wollte ich doch nicht, dass dieses Meisterwerk der digitalen Bildbearbeitung in Vergessenheit gerät.



